Ratgeber · Cannabis, Amphetamine & Abstinenznachweis

    MPU wegen Drogen

    Wer unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt wird, muss fast immer zur MPU. Egal ob Cannabis, Amphetamine, Kokain oder andere Substanzen – die Behörden nehmen Drogendelikte im Straßenverkehr sehr ernst. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Drogen-MPU bestehen.

    Wann wird eine Drogen-MPU angeordnet?

    Eine MPU wird angeordnet bei: Fahren unter Drogeneinfluss (auch Cannabis), Besitz von Betäubungsmitteln in Verbindung mit Führerschein, wiederholtem Drogenkonsum der aktenkundig ist, oder einer Verurteilung nach dem BtMG in Zusammenhang mit der Fahreignung.

    Abstinenznachweis bei Drogen

    Bei Drogen wird in der Regel eine 12-monatige Abstinenz gefordert. Der Nachweis erfolgt über Urinscreenings (mind. 6 Kontrollen in 12 Monaten) oder eine Haaranalyse. Die Haaranalyse kann bis zu 6 Monate rückwirkend Drogenkonsum nachweisen.

    Besonderheiten bei Cannabis

    Seit der Teillegalisierung von Cannabis 2024 gibt es neue Grenzwerte (3,5 ng/ml THC im Blut). Dennoch wird bei einer Fahrt über dem Grenzwert eine MPU angeordnet. Auch der Besitz großer Mengen kann die Fahreignung in Frage stellen.

    Unsere Vorbereitung für Sie

    Wir analysieren Ihren konkreten Fall, klären welche Abstinenzdauer gefordert wird und bereiten Sie intensiv auf das psychologische Gespräch vor. Dabei geht es um Ihre Konsumgeschichte, Ihre Motive zur Veränderung und Ihre Zukunftsplanung.

    Ihre Checkliste: MPU wegen Drogen

    Sofort mit dem Konsum aufhören
    Abstinenzprogramm starten (12 Monate)
    Urinscreenings oder Haaranalyse planen
    Professionelle MPU-Beratung buchen
    Konsumgeschichte ehrlich aufarbeiten
    Neue Strategien für Stressbewältigung entwickeln

    Häufige Fragen: MPU wegen Drogen

    Wie lange muss ich bei Drogen abstinent sein?
    In der Regel 12 Monate. Bei Cannabis kann in Einzelfällen auch 6 Monate ausreichen – abhängig von der Konsumhistorie.
    Reicht eine Haaranalyse als Abstinenznachweis?
    Eine Haaranalyse deckt ca. 6 Monate ab. Für einen 12-Monats-Nachweis sind zusätzlich Urinkontrollen nötig oder zwei Haaranalysen im Abstand.
    Wird Cannabis seit der Legalisierung anders bewertet?
    Ja, der Grenzwert wurde auf 3,5 ng/ml THC angehoben. Trotzdem wird bei Überschreitung eine MPU angeordnet. Die Bewertung im Gespräch bleibt anspruchsvoll.
    Ich habe nur einmal konsumiert – muss ich trotzdem zur MPU?
    Wenn Sie über dem Grenzwert am Steuer erwischt wurden, ja. Die Vorbereitung ist aber bei Einmalkonsumenten oft weniger aufwändig.

    Kostenlose Erstberatung anfragen

    Lassen Sie sich unverbindlich beraten – wir schätzen Ihren Fall ein und zeigen Ihnen den besten Weg zur bestandenen MPU.

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